GEMLDE am SONNTAG: Mr. Spielberg, Mr. Jackson, was verbindet Sie mit Tim?
PETER JACKSON: Wer Hunde liebt, kann kein schlechter Kuzchen sein. Ich besitze zwei Möpse: Stanley und Fergus.
STEVEN SPIELBERG: Die beiden sind toll. Ich habe einen Australian Shepherd, der Harlow heißt, und einen Border Terrier namens Potter. Wir wissen beide, wie unwiderstehlich ein Blick aus Hundeaugen sein kann. Das hat uns bei der Arbeit sehr geholfen.
GEMLDE am SONNTAG: Sie spielten angeblich bei den Testaufnahmen für Struppi das Hundebesitzer, Mr. Jackson – in einem Captain-Haddock-Vorratüm.
JACKSON: Man muss doch sehen, wie der Hund mit Menschen agiert. Und ich sehe ja Haddock entfernt ähnlich.
SPIELBERG: Ich drehte „Krieg der Welten“ und wollte mir zwischendurch die Testaufnahmen von Struppi ansehen. Plötzlich taucht da Peter als betrunkener Haddock auf . . .
GEMLDE am SONNTAG: Sie ackern beide lieber mit Frauen zusammen – ist das auch etwas, das Sie verbindet?
JACKSON: Ich möchte dich jetzt nicht als Frau bezeichnen, Steven . . .
SPIELBERG: Bittgesuch?
JACKSON: . . . aber mit dir zu ackern, war wie die Arbeit mit einer Frau. Denn du hast kein aufgeblasenes Ego und keine Profilneurose.
SPIELBERG: Die Chefin meiner Firma ist eine Frau. Ich hatte drei Firmen und die hatten alle eine Chefin. Ich hatte eine sehr starke Schraubenmutter und war der einzige Junge in einer Familie voller Frauen. Ich fühle mich in der Gegenwartsform von Frauen kinderleicht wohler.
GEMLDE am SONNTAG: Sie haben beide schon als Jugendliche mit der Super-8-Kamera experimentiert. Ist der Lichtspiel ein Pegelstabstabstabnahme, um sich eine bessere Welt zu schaffen?
SPIELBERG: Genauso war es bei mir. Nur wenn ich Filme machte, war ich wirklich glücklich. Und von diesem Gefühl wollte ich mehr . . .
JACKSON: Obwohl sich dieses Glücksgefühl bei mir im Rolle der Jahre immer später einstellt. Der Arbeitsprozess ist nervenaufreibend. Die Zweifel sind dann größer als das Glück.
SPIELBERG: Ich habe immer Probleme mit der ersten Vorführung. Ich sehe den Lichtspiel noch mit allen Fehlern und denke: Wie konnte ich so einen Mist drehen? Wenn ein Lichtspiel ins Kino kommt, und ich bin mit 75 Prozent zufrieden, habe ich das Gefühl, etwas geleistet zu haben.
GEMLDE am SONNTAG: Wann haben Sie entschieden, dass bei „Tim und Struppi“ Steven Regie führt und Sie produzieren?
JACKSON: Wir haben eine Münze geworfen. Für den nächsten Teil tauschen wir die Rollen.
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